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Neugestaltung Schwedenplatz
Wettbewerb, Wien
Arch. DI Dr. techn. Gerhard Vana
DI Karin Müller-Reineke



Fasst man den Schwedenplatz als Ebene auf, übersieht man das Wesentliche seines strukturellen Kontextes. Hier ist Stadt nur scheinbar ein Problem der Parzellierung. Vielmehr tritt sie hier als ein raumzeitliches Konstrukt auf. Zahlreiche unterirdische und ober-
irdische Ebenen, mit ebensovielen unterschied-
lichen Geschwindigkeiten und ebensovielen Lebenswelten treffen hier zufällig aufeinander, kollidieren oder laufen gleichgültig aneinander
vorbei, bis sie in der Ferne wieder gesondert ihre scheinbar geordneten Bahnen finden. Nicht den Knoten zu lösen scheint hier die Herausforderung, sondern ihn zu knüpfen.

Der Platzraum als Raumplatz gedacht verbindet mit einem Skywalk die verschiedenen Ebenen der Stadt, die hier aufeinander treffen. Eine neue
Nutzungsebene, die die aus der historischen Innenstadt gegebenen Höhenniveaus der Hafnergasse und der Ruprechtskirche verbindet und wie die ehemalige Basteianlage bis in den Flussraum vordringt, schafft eine neue Raumsequenz, in die der Flussraum als neues
Wahrnehmungserlebnis durch eine attratiktive Aussichtsterrasse, aber auch durch Fuß- und Radwegverbindung einbezogen wird. Rampen, Treppen und Lifte ermöglichen neue Wegebeziehungen von den Niveaus der U-Bahnlinie 1 bis hin zur Ruprechtskirche.




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