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Toccata D-dur
 
"Zeichnen Zeichnen"
Ausstellungsbeteiligung
Künstlerhaus, Wien
Arch. DI Dr. techn. Gerhard Vana  




Ausgangspunkt der Videoarbeit war die Architekturphantasie "Toccata D-dur" von 1919 oder 1920, eine der "musikalischen Skizzen" des Architekten Erich Mendelsohn (1887-1953), die beim Hören von Musik entstanden sind.   Das Blatt bezieht sich "wahrscheinlich [... ] auf die Toccata D-dur (für Klavier) von J.S. Bach (BWV 912)".  Mendelsohns Zeichnung hat eine Originalgröße von 9 x 16cm. Die Handskizze wurde mit einem CAD-System geometrisiert und in der Größe DIN A0 auf einem heute bereits historischen Bleistiftplotter des Typs mutoh ip 500 in gleicher Technik wie das Original (Bleistift auf Papier) ausgegeben. Der Ausgabeprozess wurde entsprechend der Raumlage der Handzeichnung um 90 Grad rotiert im Filmbild festgehalten.
Die CAD-Grafik folgte genau den Linienzügen von Mendelsohns Zeichung, doch bedeutet die technische Umsetzung einen Verlust des gestischen Duktus und der Maßstäblichkeit, die Mendelsohn selbst schon 1919 in seiner Ausstellung im Kunstsalon von Paul Cassirer thematisiert hat.
Während Mendelsohn - so dürfen wir uns vorstellen - in seiner Linienführung den musikalischen Sequenzen Bachs folgte, arbeitete der Plotter die Vektorgrafiken nach einer maschinenbasierten Reihenfolge ab und dekonstruierte die sequenzbasierte Struktur von Mendelsohns Skizze. Die Geräuschekulisse des Plotters wird in diesem Kontext zu einer Geräuschmusik, die Bachs Toccata ersetzt.






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