Ein Topos
der Architekturtheorie des frühen 20. Jahrhunderts ist der
Baukasten. In ihm scheinen
sich der Gedanke
der industriellen Präfabrikation und die genuin klassizistische
Vorliebe für reine geometrische Formen in idealer Weise zu
treffen. Der bislang vergleichsweise wenig beachtete und erforschte
Entwurf des österreichischen Architekten Hans Fritz verwendete den
Baukasten für das Theater, indem er 1919 mit seiner
Würfelbühne ein ebenso geometrisch ideales wie pragmatisches
Instrument entwickelte, das standardisierte Elemente für die
Bühnengestaltung bereitstellte.
Der
Baukasten wurde von den Autoren 2009 erstmals gesichtet,
vermessen, mengenmäßig erfasst und in diesem Beitrag weiter
erforscht.