Das CABINET
DES DR. CALIGARI ist ebenso eine Auseinandersetzung mit dem Unbewussten
wie ORLAC’S HÄNDE und später DER ANDERE. Während dieses
Unbewusste im Expressionismus im Hintergrund der unmittelbaren
Formerfahrung mitschwingt, suchten die Surrealisten später eine
ganzheitliche Sicht des Daseins in der »Auflösung dieser
scheinbar so gegensätzlichen Zustände von Traum und
Wirklichkeit in einer Art absoluter Realität, wenn man so sagen
kann: Surrealität.« Um dies zu erreichen, versuchten
sie, unter anderem durch den Automatismus, das Unbewusste selbst ins
Werk zu setzen. In ORLAC’S HÄNDE hingegen, wo der Protagonist dem
Automatismus gewissermaßen ausgeliefert ist, wird das Unbewusste
nicht zum Co-Autor, sondern zum Gegenstand einer symbolischen
Darstellung, mit der, ähnlich wie bei Freuds Traumdeutungen , das
Unbewusste in die Sphäre des Bewusstseins geholt werden kann.