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Brecht & Piscator.
Experimentelles Theater im Berlin der Zwanzigerjahre.
Die Gestaltung der Ausstellung soll die Methoden der beiden
großen
Theatermacher Bertolt Brecht und Erwin Piscator differenzierbar machen.
Im
roten Eingangsbereich werden die für das politische und
künstlerische
Schaffen beider Persönlichkeiten prägenden Erfahrungen des 1.
Weltkriegs
thematisiert. Daran anschließend ist jedem der Beiden ein eigener
Saal
gewidmet. Für Piscator, der sein Publikum mit optischen
Sensationen
überwältigte und hierfür keinerlei technischen Aufwand
scheute,
wurde eine Art ‚Raummaschine’ inszeniert: die vorhandenen Gewölbe
wurden
zu einer unregelmäßigen Kuppel umgewandelt. Der übrige
Raum
wurde ähnlich einem „unsichtbaren Kino“ durch schwarze Farbgebung
ausgeblendet.
Brecht versuchte den Zuschauer im Gegensatz dazu eher durch Brechung
der
Illusion zu überzeugen und ihn zu distanzierter Analyse anzuregen.
Die
Exponate werden in diesem Saal auf klappbaren Trägern thematisch
zusammengefasst.
Dieser Raum ist ganz in weiss gehalten, sodass dessen physische
Präsenz
geometrisch objektiviert erlebbar wird.
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