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 Zwanziger Haus
 
 Wettbewerb, Wien  
Arch. DI Dr. techn. Gerhard Vana  




Weiterbauen. Das Gebäude erscheint uns heute als Vexierbild: die Erinnerung an den Expo-Pavillon Brüssel 1958 und das Museum des 20. Jahrhunderts interferrieren. Deutlich wird, daß Architektur einer steten Veränderung ausgesetzt ist. Die Denkmalpflege hält uns deswegen dazu an, nicht einen fiktiven Urzustand anzustreben, sondern die Zeugnisse der Vergangenheit so zu erhalten, wie sie uns überkommen sind. Der verlockenden Versuchung, den viel kompromissloseren Zustand von 1958 wiederherzustellen, muss so auf jeden Fall widerstanden werden. Hat eine solche Auffassung nur das Bewahren im Blickpunkt, lässt sie uns außerhalb der Geschichte stehen, außerhalb des unabwendbaren Prozesses von Verfall und Erneuerung. Nur ein selbstverständlicher Umgang mit dem Wandlungsprozess der Architektur kann für uns die richtige Antwort sein. Man kann daher auch nicht „bewusst alt gegen neu“ setzen, da das der Idee der Kontinuität widersprechen würde.

 
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