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Weiterbauen. Das
Gebäude erscheint uns heute als Vexierbild: die Erinnerung
an den Expo-Pavillon Brüssel 1958 und das Museum des
20. Jahrhunderts interferrieren. Deutlich
wird, daß Architektur einer steten
Veränderung ausgesetzt ist. Die Denkmalpflege hält uns
deswegen dazu an, nicht einen fiktiven Urzustand
anzustreben, sondern die Zeugnisse der Vergangenheit
so zu erhalten, wie sie uns überkommen sind.
Der verlockenden Versuchung,
den viel kompromissloseren Zustand
von 1958 wiederherzustellen, muss so
auf jeden Fall widerstanden werden.
Hat eine solche Auffassung nur das
Bewahren im Blickpunkt, lässt
sie uns außerhalb der
Geschichte stehen, außerhalb des
unabwendbaren Prozesses von Verfall und Erneuerung.
Nur ein selbstverständlicher
Umgang mit dem Wandlungsprozess der
Architektur kann für uns die
richtige Antwort sein. Man kann daher auch nicht
„bewusst alt gegen neu“ setzen, da
das der Idee der Kontinuität
widersprechen würde.
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