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 r(a)umkritzeln
Einzelausstellung
 
Galerie Lindner, Wien
Arch. DI Dr. techn. Gerhard Vana  
 



r(a)umkritzeln setzt sich mit der Tradition der Raumdarstellung in der Zeichnung auseinander. In der Art unregelmäßig geführter Tagebucheinträge wird nicht der Sieg über die Tiefe des Raumes thematisiert, die in einem Darstellungsschema scheinbar beherrscht werden kann, sondern das Scheitern an ihr. Die Arbeiten verstehen sich so weniger als traditionelle Bildwerke, denn als grafische Notationen einer performativen Arbeit, die dem Betrachter nicht vorgeführt, sondern durch die Zeichnungen als Relikte nur vermittelt wird. Das Projekt läuft seit 2009 und ist als Infinitum konzipiert. Der gestische Duktus läßt nur begrenzte Formate zu, so dass alle Blätter in der Größe einem gebräuchlichen Briefbogen entsprechen. Der ‚Horizont‘ liegt immer auf einer standardisierten Faltung des Blattes, die auch manchmal für eine Monotypie einer der Hälften verwendet wird. Bei der ersten Präsentation (Wien 2012) wurden die Blätter auf einer den Galerieräumen eingeschriebenen linearen Figur präsentiert. Die Aufreihung nach dem Datum der Entstehung bezog sich auf den konzeptionellen Aspekt der performativen Notation.



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