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"Pantelis Dessyllas"
 
 Ausstellungsgestaltung, Wien  
Arch. DI Dr. techn. Gerhard Vana,  
DI Karin Müller-Reineke  



Zum Bühnenbild hat man - so sagen uns die Kunsttheoretiker - eine Beziehung als „Zuschauer“, der zu dieser Art von Gestaltung nicht wie der „Mitspieler“ in eine kontinuierliche räumliche Beziehung tritt, sondern als Beobachter außerhalb bleibt, gebunden an eine fixe Beobachtungsposition im Zuschauerraum. Die Ausstellung eines Bühnenrequisites - hier ein "Pferd" - hingegen stellt dieses dem Betrachter als Plastik vor. Obwohl eine Plastik eine illusionäre Dimension haben kann, ist sie im Zusammenhang mit der sie umgebenden räumlichen Struktur immer gleichzeitig auch als ‚reales’ dreidimensionales Objekt präsent und ihre Körperform wird dabei Teil der Struktur des räumlichen Kontextes. Der Spiegel ist - man denke an Brunelleschis Experiment Anfang des 15. Jahrhunderts - ein Mittel, mit dem Abbild und räumliche Struktur vereinigt werden können. Hier werden Bild und Wirklichkeit im Widerschein kombiniert. Die Präsentation des Bühnenrequisites im Spiegel schafft die notwendige Beobachtungsdistanz. Erst dann folgt die Aufklärung durch das real präsente und in ungewohnter Nähe sichtbare Objekt aus einer Bühnenausstattung.

 
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